2017.07: 4L International

Thenay?

Wer oder was ist bitte Thenay?

Wikipedia meint dazu: Thenay ist eine kleine französische Gemeinde in der Region Centre-Val de Loire mit knapp 1000 Einwohnern und liegt etwa in der Mitte Frankreichs, ca. 2 Stunden von Paris entfernt. Kollektives Schulterzucken, jedoch nicht für eingefleischte R4 Liebhaber!!!

Das Treffen

In der Nähe von Thenay liegt nämlich der "Circuits du Val de Loire à Thenay", eine kleine Rennstrecke, die für private Events und Oldtimertreffen genutzt wird. Hier findet alle 1-2 Jahre das „4L International“ statt, das weltgrößte Treffen für Renault R4 Oldtimer. Die Rennstrecke kann multifunktional genutzt werden. Große Bereiche werden für Fahrzeugpräsentation, Camping und Gastronomie vorgehalten, aber auch Zonen für Konzerte, Offroad, Aqua Events und Händlermeile sind ausgewiesen. Seit 2009 werden dort im Juli bis zu 1000 Fahrzeuge aus ganz Europa zu Ihrem Mammut-Treffen erwartet. Immer auch ein lohnendes Ziel für den R4 Club Deutschland. Nach 2011 und 2013 organisierte der Club im Jahr 2017 zum 3.Mal eine mehrtägige Fahrt im R4-Konvoi dorthin.

Die Hinfahrt

Mit dabei waren in 2017: Christel, Daniela, Johannes, Markus, Wollo, Wolfgang, mit ihren Fahrzeugen R4GTL blau, R4TL rot, R4-F4 weiß/gelb/schwarz, R4-F6 weiß - wegen eines kapitalen Motorschadens konnte Wolfgang leider nicht mit seinen weißen R4-F6 dabei sein. Er (Wolfgang) wurde kurzerhand etappenweise auf die übrigen Fahrzeuge aufgeteilt und konnte so doch noch mit von der Partie sein.

Der Konvoi startete am Donnerstag, den 20.07., in Butzbach-Maibach und machte sich bei regnerischen Wetter auf die 900 km lange Fahrt nach Thenay. Bei besser werdenden Wetter ging es über Lothringen zum ersten Picknick-Stop nach Montsec in Nord-Frankreich. Dort liegt auf einem Hügel das „American Monument Montsec“, wo Daniela und Marcus ein geniales Picknick mit strahlendem Sonnenschein gezaubert hatten. Weiterfahrt über französische Landstrassen zum Landgasthof Auberge de la plaine in La Rothière bei Brienne-le-Chateau, mit gemeinsamen Abendessen und Übernachtung.

Nach ausgiebigem Frühstück ging die Fahrt am Freitag weiter in Richtung Südwesten. Vorbei an ausgedehnten Ländereien mit endlosen Sonnenblumenfeldern erreichte der Konvoi „Beaulieu-sur-Loire“, wo an der Ponte Loire wieder ein üppiges Picknick wartet. Mit etwas Verspätung, aber ohne Defekte und Pannen erreichten wir am Nachmittag das Ziel, den Circuits du Val de Loire. Der Rest des Tages war ausgefüllt mit Campingplatz suchen, Zelte aufstellen, Schlafstelle einrichten und erste Bekannte treffen.

6e 4L International TundA/201707_Thenay/Frankreich

Samstag und Sonntag war dann 4L International satt angesagt. Ein Erlebnis der besondern Art, was sich nur schwer in Worte fassen lässt. Daher hier einige Links die eine sehr umfangreiche und detaillierte Beschreibungen des Treffens mit massenhaft Bildern, Texten und Info’s wiedergeben.

4LInternational

Circuits Val de Loire

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Die Rückfahrt

Wie schon bei der Hinfahrt vereinbarten wir auch für den Weg zurück eine gemütliche Fahrt über Landstraßen in zwei Etappen. Nach dem Abbau der Zelte, Einpacken und einem letzten Rundgang über’s Gelände starteten wir am Sonntag gemeinsam in Richtung Norden. Nach kurzer Fahrt war gegen 15:00 eine Überraschung angesagt: polizeiliche Alkohol Kontrolle, wobei nur Johannes getestet wurde, der glücklicherweise unauffällig war. Nach Überqueren der Loire nahmen wir einen Café au lait in Cosne-Cours sure Loire und schauten uns das typisch französische Städtchen in aller Ruhe an. Zwei Stunden später erreichten wir dann unser Tagesziel, ein herrliches Cottage in der Nähe von Les Tramois, wo wir auch noch länger geblieben wären. Dank an Wollo.

Nach einer komfortablen und ruhigen Übernachtung gingen wir am Montag auf unsere letzte Etappe in Richtung Heimat. Immer noch unterwegs auf Landstraßen machten wir unseren ersten Zwischenstop an diesem Tag und besuchten das Dorf Vezelay. Der weltbekannte Wallfahrtsort gilt als eines der schönsten Dörfer Frankreichs und ist Teil des Jakobsweges sowie UNESCO Weltkulturerbe. Besonders beeindruckend ist hier die Basilika Sainte Marie Madeleine aus dem 12.Jahrhundert.

Am späten Nachmittag erreichten wir die Ortschaft Lesménils in Lothringen. Dort besuchten wir die Gedenkstätte „XON“ hoch über den Windungen der Moselle. Hier tobten zu Beginn des ersten Weltkriegs erbitterte Kämpfe zwischen deutschen und französischen Truppen, bei den auf beiden Seiten große Verluste zu beklagen waren. Unser Picknick konnten wir so gerade noch im Trockenen zu uns nehmen, danach begleitete starker Regen unsere Heimfahrt. Ein wenig erschöpft, aber ohne körperliche oder technische Schäden kamen unser Konvoi vor Mitternacht zu Hause an.

Resümee

Eine angenehme Gruppe, ein super Erlebnis, eine perfekte Organisation durch Wollo, vernünftiges Wetter und ein grandioses Treffen in Thenay

Wolfgang Schmitt

Start in Hessen bei leichtem Nieselregen
Start in Hessen bei leichtem Nieselregen


Erster Tankstop im "R4 Mutterland"


Daniela und Marcus zauberten für uns ein perfektes Picknick, dank Euch beiden lachte sogar die Sonne,


Zwischenstop vor dem American Monument Montec


Positionswechsel bringt etwas Abwechselung beim km-Fressen


Erste Übernachtung in der Auberge La Rothiere


Frühstück „französische Art” in der Auberge La Rothiere


Alles gut verstaut und weiter geht die Reise!


Schade, dass unsere Wägelchen nicht mit Sonnenblumenöl laufen.


Hinterm Horizont geht's weiter...


Die Stimmung ist gut, noch 120 km bis zum Ziel.


Nach 900 km angekommen und Claims absteckt.


Unser Lager steht, im Wurfzelt haust der blinde Passagier.


Ob das Convenience Food vom letzen NATO Manöver noch genießbar ist?


Jean Claude ist noch seit dem letzen NATO Manöver unterwegs.


Viele weitere Bilder vom Treffen findet Ihr unter den weiter oben aufgeführten Links.


Alles auf- und abgeräumt, die Rückfahrt kann beginnen.


Schreck am Nachmittag: Johannes muss blasen - Gott sei dank negativ


Zwischenstop in Cosne-Cours-sur-Loire


Das Tagesziel ist erreicht: ein herrliches Cottage in der Nähe von Les Tramois.


Johannes trumpft mit seinen Koch-Qualitäten auf.


Nach zwei Übernachtungen im Wurfzelt fühle ich mich hier als König R der 4te.


Zwischenstop im bekannten Wallfahrtsort Vezelay, der Teil des Jakobsweges ist.


Vezelay hat nicht mal 500 Einwohner und ist UNESCO Weltkulturerbe.


Herrlicher Ausblick ins Tal der Cure vom der Basilika Sainte-Marie-Madeleine in Vezelay


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